Reaktionäres Preußentum

Reaktionäres Preußentum
  • Kriegsverbrecher Friedrich II. Zum reaktionären Völkerschlachtdenkmal
  • Marx und Engels über das reaktionäre Preußentum (Moskau 1944,Auszug)
  • Kriegsverbrecher Friedrich II. als Vorbild?
    Das Spektakel der erneuten Beisetzung des preußischen Königs in Potsdam 1991 – Teil der ideologischen Kriegsvorbereitung des deutschen Imperialismus
    Am 17. August 1991 wurden in Anwesenheit von Bundeskanzler Helmut Kohl die morschen Gebeine des Preußenkönigs Friedrich II. zum wiederholten Male beigesetzt. Auch die „Proteste” der SPD dagegen waren nur taktische Einwände von der Art, dass Herr Kohl dies doch zu plump und „dem Ausland gegenüber taktisch ungeschickt” servieren würde. Im Kern wird Friedrich II. jedoch von CDU- und SPD-Demagogen gleichermaßen verherrlicht.
    Die ideologische Einstimmung der eigenen Bevölkerung auf die Kriegsziele und Methoden des preußischen Königs damals ist ein wesentlicher Bestandteil der Kriegsvorbereitung heute. Der bewusste Rückgriff auf die angeblich „großen Führer” in der Geschichte Deutschlands ist seit jeher fester und leider sehr erfolgreicher Bestandteil des Arsenals der Ideologen des deutschen Imperialismus, Revanchismus und Militarismus.
    Der objektiv herausragende Zug der Herrschaft des preußischen Königs Friedrich II. waren die dreifach räuberische Teilung Polens, die Kriegsverbrechen im Krieg zur Eroberung Schlesiens.
    Neben all den anderen Verbrechen dieses Monarchen war dies gewiss das größte und folgenschwerste Verbrechen. Dies Verbrechen ist von einem solchen Ausmaß und ist historisch so klar bewiesen, dass es von den Historikern und Demagogen des deutschen Imperialismus oftmals gar nicht versucht wird, es geradeheraus zu bestreiten, sondern es zu verschweigen und zu bagatellisieren.
    Polen zerstückelt und beraubt, in den Kriegen Tausende von Toten – all das ist verständlicherweise kein zentrales Thema für die Ideologen des deutschen Imperialismus!
    In Wirklichkeit stellte es aber eine ungeheure Provokation gegenüber dem leidgeprüften polnischen Volk dar, nun wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt diesen Kriegsverbrecher Friedrich II. zu feiern. Dieses Spektakel beinhaltete die unverhohlene Drohung, zur erneuten Zerstückelung Polens mit allen, auch kriegerischen Mitteln überzugehen, wenn die Zeit dazu den deutschen lmperialisten gekommen zu sein scheint.
    Die demagogische Methode der Ideologen des deutschen Imperialismus, einerseits die Unterjochung Polens durch den preußischen Staat unter Friedrich II. nur so „im Vorbeigehen” zu erwähnen, andererseits dann aber auf die damalige heuchlerische Eigenwerbung dieses Preußenkönigs ausführlichst einzugehen (der es mit viel Geschick verstand, auf dem Papier etwas vom „Humanismus” zu faseln und in seiner Politik genau das Gegenteil davon zu tun), hat es in sich:
    Die brutale Zerstückelung eines Landes, der kriegerische Raub wird als „normal” unter die Leute gebracht, als eine Art untergeordnetes Detail, angeblich kaum der Rede wert.

    Preis: €1
    • Autor :Autorenkollektiv
    • ISBN :978-3-86589-079-5

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