Bericht des Internationalen Lagerkomitees des KZ-Buchenwald
(1949) - Auszug
Bericht des Internationalen Lagerkomitees
Die Neuherausgabe des „Berichts des Internationalen Lagerkomitees” folgt der Ausgabe, die 1949 in Weimar aus Anlass des vierten Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald in überarbeiteter Form erschienen ist. Die Herausgeber gaben zur Überarbeitung und zu den Unterschieden zur ersten Herausgabe des Berichts durch das Lagerkomitee 1945 folgende Erläuterungen:
„Als der erste Bericht geschrieben wurde, saßen die Berichterstatter noch in den Baracken des Lagers Buchenwald. Sie stützten sich bei der Abfassung des Berichtes auf die rund 250 Einzelberichte von Fllüchtlingen aus allen Nationen, die in einer zentralen Stelle gesammelt wurden. Diese Häftlingsberichte sind inzwischen auch in anderen Büchern über Buchenwald verwendet worden. Sie sind aber – und das muss hier festgehalten werden — als Grundlage für den Bericht des Internationalen Lagerkomitees entstanden und teilweise sogar auf Veranlassung des Komitees geschrieben worden.
Naturgemäß haftete all diesen Berichten ein gewisser Mangel an. Sie waren Ergebnisse einer unmittelbaren Stimmung, die noch nicht den Blick zu einer objektiven Wertung der Ereignisse im Lager freigab. Viele Dinge, die sich während der Lagerzeit ereignet hatten, waren noch nicht aufgehellt und klar beschrieben worden. So musste in diesen Berichten manches mangelhaft sein und bleiben. Trotzdem sollen sie nicht verloren sein, sondern in ihrer unmittelbaren Frische des Erlebnisses auch für spätere Generationen aufbewahrt bleiben. Aber sie sind fehl am Platze in einem sachlichen und objektiven Bericht über die Entwicklung und das Leben im Lager Buchenwald, wie er hier dargestellt werden soll.
Der zweite Mangel des ersten Himchenwaldberichtes bestand darin, dass er in aller Eile geschrieben werden musste, weil ein Teil der Kameraden jeden Tag auf die Abreise in die ferne Heimat wartete und weil er fertiggestellt werden musste, bevor die wichtigsten Kameraden in ihre Heimat zurückfuhren. Daher schlichen sich im ersten Bericht manche sprachliche und grammatikalische Schnitzer ein. Auch diese Schönheitsfehler wurden beseitigt.
Schließlich standen dem Internationalen Lagerkomitee, als der Bericht abgefasst wurde, noch nicht alle jene Dokumente zur Verfügung, die in der Zwischenzeit in den Archiven des Konzentrationslagers Buchenwald gefunden wurden. Diese Dokumente gehören aber unbedingt in einen sachlichen Bericht über das Lager und wurden deswegen jetzt aufgenommen.
Zusammenfassend können wir also versichern, dass an dem sachlichen Inhalt und an der grundsätzlichen Darstellung des ersten Buchenwaldberichtes nicht das geringste geändert wurde.
- Autor :Autorenkollektiv
Die Kämpfe in Griechenland 1941-1949
Die Kämpfe gegen die Nazi-Besatzer (1941-1944) und gegen die englisch-amerikanische Intervention (1944-1949)
Die Nazi-Verbrechen im besetzten Griechenland 1941-1944
Am 6. April 1941 überfiel die Nazi-Wehrmacht Griechenland, das im Oktober 1940 vom verbündeten italienischen Faschismus besetzt worden war. Unter dem Oberkommando der Nazi-Besatzer wurde Griechenland zunächst von italienischen (ca.70 % des griechischen Territoriums, dort wurde eine griechische Kollaborationsregierung eingesetzt) und bulgarischen Truppen (ca. 12% des griechischen Territoriums) besetzt, wobei sich die Nazi-Faschisten in ganz Griechenland strategische (Thessaloniki, Kreta usw.) und ökonomische Schlüsselpositionen (Chrom, Erze usw.) sicherten. Im April 1944 schufen sie eine gesamtgriechische Marionetten-Regierung, um ihre Verbrechen zu bemänteln.
Systematische Registrierung, Schikanierung und schließlich Ermordung der jüdischen Bevölkerung Griechenlands
Rund 5.000 Jüdinnen und Juden lebten in dem von bulgarischen Truppen besetzten Teil Griechenlands, rund 13.000 in der italienisch besetzten Zone und 55.000 in dem direkt vom deutschen Nazi-Faschismus besetzten Teil.’Jüdische Griechinnen und Griechen wurden von den Nazi-Besatzern zunächst erfasst und registriert und zunehmend schikaniert und drangsaliert, ihre Zeitungen verboten, ihre Vereine durchsucht.’1942 folgte die mörderische Zwangsarbeit.Am 11. Juli 1942 befahlen die Nazis in Thessaloniki (mit 53.000 die mit Abstand größte jüdische Gemeinde Griechenlands), allen jüdischen Männern von 18 bis 45, am Platz der Freiheit anzutreten. Nach Demütigungen, Schikanen, Prügel und Qualen wurden sie registriert und zur Zwangsarbeit abgeführt. Eine erpresste „Lösegeldzahlung” von rund 3,5 Mio. Drachmen bewirkte zunächst ihre Freilassung, doch nur vorübergehend.’ Tausende mussten mörderische Zwangsarbeit verrichten, so etwa rund 1.200 Jüdinnen und Juden für den Ausbau der Straße Thessaloniki-Larissa’, weitere 3.500 mussten im Straßen-, Flugplatz- und Grubenbau im Raum Thessaloniki schuften, viele von ihnen überlebten diese mörderische Sklavenarbeit nicht. Anfang 1943 wurden die Juden Thessalonikis in umzäunte Ghettobezirke gesperrt. Es war ihnen nun verboten, das Viertel zu verlassen, öffentliche Verkehrsmittel und Telefone zu benutzen usw.’Nach der Deportation der jüdischen Bevölkerung Thrakiens und Makedoniens begann am 15. März 1943 die Deportation der jüdischen Bevölkerung Thessalonikis. Ihre Wohnungen und Geschäfte wurden geplündert. Fünf Monate später,am 7. August 1943, verließ der letzte Deportationszug Thessaloniki.
- Autor :Autorenkollektiv
Diskriminierung von Menschen mit dunkler Hautfarbe in Deutschland
Heft 28
Diskriminierung von Menschen mit dunkler Hautfarbe in Deutschland
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- ISBN :978386589-073-3
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Die weltweiten Verbrechen der Konterrevolution 1918 bis 1935
Heft 27
Die weltweiten Verbrechen der Konterrevolution 1918 bis 1935
Bericht der Internationalen Roten Hilfe aus dem Jahr 1935
48 Seiten
- ISBN :978386589-071-9
- Erscheinungsjahr :2009
1917 Sozialistische Oktoberrevolution in Russland
Heft 26
Der Siegreiche Aufstand des Proletariats gegen die Bourgeoisie
1917 Sozialistische Oktoberrevolution in Russland
32 Seiten
- ISBN :9783865890702
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Der Nazi-Völkermord an der jüdischen Bevölkerung in Europa
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Der Nazi-Völkermord an der jüdischen Bevölkerung in Europa
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Der deutsche Imperialismus und die Niederschlagung des Boxeraufstands in China 1900
集体创作 1900年的德帝国主义 及其在中国对义和团运动的镇压 - Heft 23
Der deutsche Imperialismus und die Niederschlagung des Boxeraufstands in China 1900
- Autor :Autorenkollektiv
- ISBN :x
- Erscheinungsjahr :2008
Zum Kampf gegen den Antisemitismus: Vor aller Augen – Novemberpogrom 1938
Heft 22
Zum Kampf gegen den Antisemitismus:
Vor aller Augen – Novemberpogrom 1938
40 Seiten
- Autor :Autorenkollektiv
- ISBN :3-86589-016-4
- Erscheinungsjahr :2005
In Full View of the Public: The November Pogrom of 1938
About the Struggle Against Anti-Semitism (Part I)
In Full View of the Public: The November pogrom of 1938 (in Hebrew)
Full PDF download here:
- ISBN :978-3-386-589-072-6
- Erscheinungsjahr :2009
Zum Kampf gegen den Antiziganismus: Der Nazi-Völkermord an den Sinti und Roma im besetzten Europa
Heft 21
Zum Kampf gegen den Antiziganismus:
Der Nazi-Völkermord an den Sinti und Roma im besetzten Europa
44 Seiten
- Autor :Autorenkollektiv
- ISBN :3-86589-016-4
- Erscheinungsjahr :2005